Soziale künstlerische Projekte

überMut

Wir, das sind Miriam und Hannah, haben im Herbst 2020 unseren Master in intermedialer Kunsttherapie abgeschlossen. ÜberMut ist seit dem unser neues gemeinsames Projekt und mit unseren Workshops wollen wir einen Raum für Begegnung, Kreativität und Mut öffnen. Durch den künstlerischen Prozess können spielerisch Erfahrungen gemacht werden, die dabei helfen können sich selbst zu reflektieren und neue Strategien für Herausforderndes zu entwickeln.

 

Wir arbeiten intermedial:

Die Intermedialität ist ein Konzept, das auf dem Verbinden und Interagieren unterschiedlicher Medien beruht. Diese Medien sind in unserem Falle die bildende Kunst, Poesie, Performance und die Musik. So kann man in einem künstlerischen Prozess zum Beispiel zwischen Musik und Poesie wechseln oder inspiriert durch ein Bild in eine Bewegung finden. Dadurch wird ein leichterer Einstieg ins Experimentieren und eine intensivere Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung ermöglicht. Es ist ein Spiel mit dem Dazwischen.

 

Wir arbeiten auf Basis der Phänomenologie:

In unserer Arbeit spielt die Phänomenologie besonders bei der Werkbetrachtung eine große Rolle. Als ein Phänomen wird all das beschrieben, was der Mensch unmittelbar sehend, hörend und fühlend wahrnehmen und beobachten kann. 

Das bedeutet es geht dabei nicht um das Nachdenken über einen bestimmten Gegenstand, sondern vielmehr um das eigene Erleben beim Wahrnehmen. Wenn wir zum Beispiel ein Bild besprechen, wollen wir nicht interpretieren, sondern den Blick auf unsere Sinneswahrnehmungen richten und auf diese Weise das Sichtbare beschreiben. Wie erscheint es uns? Welche ästhetischen Besonderheiten nehmen wir wahr? 

Wenn man sich vom funktional ausgerichteten Denken loslöst und sich der Sinneswahrnehmung und deren Qualitäten zuwendet, fragt man nicht mehr nach einem „Was“, sondern nach dem „Wie“. 

 


Offenes Atelier bei GoSa

Von April 2019 bis März 2020 leitete ich immer Dienstags das "Offene Atelier" (vorher: die Kreativ Gruppe) bei der Organisation für Gemeinwesen orientierte Sozialarbeit, kurz: GoSa.  GoSa unterstützt Menschen mit psychischen Erkrankungen und stellt ihnen ein Begegnungszentrum zur Verfügung. Die Leistungen umfassen Prävention, Hilfen zur Selbsthilfe, tagesstrukturierende Maßnahmen, eine Vielzahl an Einzel- und Gruppenangeboten und die Nachsorge. Auf der Webseite von GoSa kann man Werke der Gruppe sehen und es steht jedes Jahr ein Kalender mit Bildern des offenen Ateliers zum Verkauf. 

 

Im offen Atelier verfolgten die Teilnehmenden eigene künstlerische Projekte und wurden von mir in ihrem Prozess begleitet. Immer wieder bot ich neue kreative Impulse für diejenigen, die Lust darauf hatten oder in ihrem Prozess gerade stockten. 


Kreativ-Workshops im GSM-Projekt "come in - wir bewegen was"

Im Rahmen des Projekts "come in" für junge Erwachsene von 18 bis 25 Jahren bot ich von Mai bis August 2019 künstlerische Workshops an. Die Teilnehmenden wurden künstlerisch unter meiner Anleitung aktiv und ich unterstützte sie auch bei der Umsetzung eigener kreativer Ideen. Das Projekt "come in" unterstützt die Teilnehmenden bei ihrer beruflichen  Orientierung, bietet Halt bei Unsicherheiten bezüglich der eigenen Zukunft und bei persönlichen Krisen. Das Projekt "come in" wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und von der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) finanziert.

 

Meine Workshops sollten den kreativen Sinn der Teilnehmenden anregen. Ich gab ihnen einen sicheren Rahmen, der es ihnen ermöglichte Neues auszuprobieren und mutig zu werden. Mit den Mitteln der Bildenden Künste begaben wir uns auf neue Wege, ab von den bewertenden Systemen des Kunstunterrichts. Gemeinsam entdeckte die Gruppe ungewöhnliche Materialien oder näherte sich neuen Aufgaben an und entwickelte eigene Strategien im künstlerischen Umgang mit diesen. 


Kunstwerkstatt im Harburg-Huus

Die Kunstwerkstatt war ein längeres soziales Kunstprojekt zusammen mit Hannah Väthjunker für die Gäste des Harburg-Huus.

Das Harburg-Huus ist eine Tagesaufenthalts- und Übernachtungsstätte des DRK Hamburg-Harburg für obdachlose Menschen. 

 

Für ein Jahr lang  experimentierten wir jede zweite Woche mit unterschiedlichen Materialien. Wir sind in der bildenden Kunst, dem plastischen Gestalten und dem kreativen Schreiben unterwegs gewesen. Das künstlerische Arbeiten eröffnet einen Erfahrungsraum außerhalb des Alltags und kann einen Perspektivwechsel anregen.

 

Die Gästen machten eigene künstlerische Erfahrungen und konnten sich mutig auf Neues einlassen. Die Werkstatt bot die Möglichkeit der Wahrnehmungsförderung und der Entdeckung sowie Förderung eigener Ressourcen. Zudem war sie ein Ort an dem mit Spaß und Innovation ein Ausgleich zum Alltag geschaffen wurde. 


Das Niendorf-Projekt.  Kunst und Theater mit geflüchteten Kindern.

Download
Niendorf-Projekt Abschlussbericht
Niendorf_Bericht_ohneFotos_100917.pdf
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Kreatives Schreiben in der Fachklinik Katzenelnbogen

Im Rahmen meines Praxissemesters 2017 durfte ich einen Workshop im kreativen Schreiben mit den Patienten der Fachklinik Katzenelnbogen durchführen. Die entstandenen Werke wurden bei dem letzten Symposium der Fachklinik in Wiesbaden im Rahmen einer Begleitausstellung gezeigt.  


"Urban Sketching" mit Geflüchteten in Erstaufnahmestelle Rugenbarg

Unser soziokulturelles Projekt im 2. Semester des EAST-Studiums fand in der Erstaufnahmestelle für Geflüchtete "Rugenbarg" statt. Gemeinsam mit meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen bot ich zwei Teilprojekte (Dauer: jeweils 1 Woche) an.  Ein Teilprojekt hieß „Urban-Sketching“. Es war darauf ausgelegt, dass wir mit einer Gruppe von Teilnehmern, mit selbstgemachten Skizzenbüchern, raus aus der Unterkunft gehen und Skizzen-Motive in der Umgebung suchen. Zudem waren wir auch in Ausstellungen unterwegs und ließen uns so nicht nur von der Stadt und der Natur, sondern auch von manchen Kunstwerken inspirieren. Das Projekt lud zum Dialog und zu Begegnungen ein und gemeinsam mit den Geflüchteten und auch manchmal mit deren Kindern konnten wir künstlerisch arbeiten.


Eigene größere Kunst-Projekte

C’est très chic

Das Kunstprojekt „C’est très chic“  war mein Abschlussprojekt im Fach der bildendenden Künste im Bachelorstudiengang Expressive Arts in Social Transformation. 

 

Thema war: 

Ein Dialog im öffentlichen Raum durch das Mittel der Irritation. Einen Dialog eröffnen, der sonst nicht üblich ist. Ein Dialog zwischen Konzertkultur und Baukultur – zwischen Musikern und Bauarbeitern – zwischen Violinklängen und Bau“lärm“ – zwischen Baustelle und Passanten – zwischen Musikern und Passanten – zwischen Klängen und Menschen.

 

Vielen Dank an alle Beteiligten und Musiker!

(Das Dokumentations-Video kann leider aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht in voller Länge veröffentlicht werden.)